Lasern von kutanen Neurofibromen
Nadine ist 35 Jahre alt, lebt in Bayreuth in Bayern und hat Neurofibromatose Typ 1. Lange hatte sie nur wenige sichtbare Anzeichen der Erkrankung, doch während und nach ihrer Schwangerschaft veränderte sich das. Auf ihrem Bauch, an der Brust, am Rücken und an den Armen bildeten sich zunehmend sichtbare Neurofibrome – kleine gutartige Tumoren unter und auf der Haut.
Über eine Empfehlung kam sie zur Evangelischen Elisabeth Klinik in Berlin, die sich auf die Behandlung von NF1 und speziell auf das Entfernen solcher Hautveränderungen spezialisiert hat.
Dort ließ Nadine sich mithilfe einer Lasertherapie behandeln. In einer etwa 45-minütigen Operation unter Vollnarkose wurden mehrere kutane und subkutane Neurofibrome am Bauch und Rücken entfernt. Direkt nach dem Eingriff verspürte sie ein leichtes Brennen auf der Haut, ähnlich wie beim desinfizieren einer Wunde. Dieses Gefühl war aber nach etwa einer Stunde verschwunden, und durch ein Schmerzmittel hatte sie auch danach keine Beschwerden mehr. Heute, drei Wochen später, ist sie komplett schmerzfrei.
Der Weg zur Behandlung war unkompliziert: Nadine schickte der Klinik vorab per Mail Fotos ihrer Neurofibrome. Danach vereinbarte sie einen Termin in Berlin. Am Tag vor der Operation fand das Vorgespräch statt, bei dem sie untersucht, aufgeklärt und die nötige Blutabnahme gemacht wurde. Zwei Tage blieb sie insgesamt im Krankenhaus, am dritten Tag durfte sie bereits wieder nach Hause.
Nadine war vor dem Eingriff nicht nervös. Für sie war klar: „Es kann nur besser werden.“ Zwar sind direkt nach dem Eingriff kleine Lasernarben und Fäden sichtbar, doch diese verblassen mit der Zeit und verschwinden schließlich. Wie schnell die Haut heilt, ist von Person zu Person unterschiedlich – bei manchen dauert es einen Monat, bei anderen bis zu einem Jahr. Nadine unterstützt die Heilung mit Narbencreme, Bepanthen und speziellen Narbenpflastern, die sie täglich aufträgt. In den kommenden Monaten stehen noch weitere Kontrolltermine in der Klinik an.
Nicht jedes Neurofibrom wurde entfernt – der behandelnde Arzt entschied, welche sinnvoll zu behandeln sind und welche nicht. Ein Neurofibrom am Bein wurde beispielsweise nicht entfernt, da die Narbe dort auffälliger geworden wäre als das Neurofibrom selbst. Nadines Motto ist, lieber regelmäßig entfernen lassen, bevor die Wucherungen größer werden oder – wenn auch extrem selten – entarten könnten.
In Österreich kann dieser Eingriff zum Beispiel bei Dr. Christian Freystätter in der NF1-Laserambulanz des AKH Wien durchgeführt werden. Informationen zur Kontaktaufnahme findet ihr auf unserer Website unter „Medizinische Zentren“.